Berufsbild des Feuerwerkers

siehe auch unter BDFWT

1)Explosivstoffe und/oder mit Explosivstoffen gefüllte Teile entsprechend den Vorschriften als Kampfmittel zu behandeln !Explosivstoffe und/oder mit Explosivstoffen gefüllte Teile entsprechend den Vorschriften als Spreng-Objekte zu behandeln !
2)Andere Dienste des Feuerwerkers im Inland(Ausland)sind: Der Truppenübungsplatzdienst,Depot-Dienst,Einsatz in der Truppe(alle TSK),Verwendung in der Entwicklung und sonstigen Bereichen.Anhand des Beispieles der zivilen Pyrotechniker lag es nahe,daß die Spezialisten in der BW auch nach einem Zusammenschluß von "Gleichgesinnten "strebten.
3)Entstehungsgeschichte des Verbandes:Der Bund Deutscher Feuerwerker und Wehrtechniker (BDFWT) ist am 03. Juli 1965 in Koblenz durch den Zusammenschluss der “Altverbände” Bund Deutscher Feuerwerker e.V. (BDF, gegründet 1951 in Berlin) Waffenring der Wehrtechniker e.V. (WdW, gegründet 1955 in Siegburg) hervorgegangen.Die Organisation des BDFWT Der BDFWT ist eine Vereinigung, zu der sich Spezialisten aus den nachstehend aufgeführten Berufsständen innerhalb Deutschlands und weltweit zusammengeschlossen haben. Zu diesen Spezialisten zählen: Militärische und zivile Feuerwerker Feuerwerker der staatlichen Kampfmittelräumdienste und ziviler Firmen Entschärfer aus den Bereichen des Bundeskriminalamtes, der Landeskriminalämter, weltweiter Polizei- und sonstiger Dienststellen sowie des Grenzschutzes und des Zolls Spezialisten mit feuerwerker-, waffen- und munitions-spezifischen Aufgaben von Behörden, Wirtschaft und anderen Bereichen.
4)Schwerpunkte dieser Ausbildung umfassen die Kampfmittelerkundung:(EOR - Explosive Ordnance Reconnaissance) und Identifizierung von Munition, die Auswahl und Anwendung der entwickelten Verfahren für die Beseitigung von nicht zur Wirkung gelangten Kampfmitteln, den Gebrauch und die Wartung der Geräte und Spezialwerkzeuge sowie die Auswertung und Dokumentation von Einsätzen. Fachkundige (Feuerwerker) und Kampfmittelbeseitiger nehmen alle 5 Jahre an einem Weiterbildungslehrgang teil und werden hierdurch auf dem geforderten Wissensstand gehalten. Es findet aber ständig eine angepaßte Aktualisierung der Ausbildungsrichtlinien und Ausbildungsorte statt. Die Kampfmittelbeseitiger der Bundeswehr sind zur Beseitigung konventioneller Munition befähigt. Die Ausbildung erfolgt nicht nur an Munition der Bundeswehr, sondern auch an Munition der ehemaligen Warschauer Paktstaaten oder, soweit verfügbar, auch anderer Streitkräfte. Eine regelmäßige Ausbildungsüberprüfung und Weiterbildung erfolgt auf Truppenübungsplätzen durch Übngen im nationalen und auch internationalen Rahmen. Darüber hinaus erfolgen Weiterbildungen durch Teilnahme an Lehrgängen in Partnerländern.Einsatzerfahrungen aus bisherigen Einsätzen werden ausgewertet und fliessen in die Ausbildung und Einsatzvorbereitung zukünftiger Einsätze ein.
Die Bundeswehr verfügt zur Beseitigung nicht zur Wirkung gelangter Kampfmittel dafür Kampfmittelbeseitigungskräfte. Diese Spezialisten werden sowohl bei Heer, Luftwaffe und Marine, im Bereich der Wehrtechnischen Dienststellen und zukünftig auch in der Streitkräftebasis eingesetzt. Während im zivilen Bereich die Räumung von Munition der beiden Weltkriege durch Personal der Kampfmittelräumumgsdienste der Länder und zivile Firmen durchgeführt wird, verfolgt die Bundeswehr vornehmlich die Zielsetzung des Schutzes eigener Kräfte im Einsatz und die Befähigung den Auftrag unter Gefährdung durch nicht zur Wirkung gelangte Kampfmittel durchzuführen.Die Bundeswehr verfügt über ca.1100 Soldaten,die in der Kampfmittelbeseitigung ausgebildet sind. Grundlage der Ausbildung zum Kampfmittelbeseitiger ist die vorherige Erlangung der Fachkunde Munition, die in Abhängigkeit von der Art des Lehrgangs in ca. 12 Monaten Dauer vermittelt wird.
In dem Lehrgang zur Fachkunde Munition werden die wesentlichen Grundlagen für den sicheren Umgang mit Munition in der Bundeswehr unterrichtet. Neben Physik und Chemie der Explosivstoffe, werden Vorschriften und einschlägige Schutz- und Sicherheitsbestimmungen ebenso vermittelt, wie Munitionstechnik, Zündertechnik, Wirkung von Munition und Explosivstoffen, 4)Grundlagen der Bewirtschaftung und Erhaltung von Munition. Schließlich erlernt der angehende Feuerwerker in theoretischen und praktischen Übungen auch den Umgang mit Zünd- und Sprengmitteln und das Vernichten von Munition.Aufbauend auf die Fachkunde Munition werden geeignete Soldaten bei Bedarf in zwei weiteren insgesamt 3 Monate dauernden Speziallehrgängen an der Technischen Schule des Heeres/Fachschule des Heeres fürTechnik in Aachen zum Kampfmittelbeseitiger (EOD - Explosive Ordnance-Disposal) und in der Beseitigung behelfsmäßiger Sprengvorrichtungen (IEDD - Improvised Explosive Device Disposal) ausgebildet.)