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Die Zeit zwischen Beginn der Vorbereitungen und dem
Sprengtermin schrumpfte dadurch auf weniger als vier Wochen. Innerhalb
dieser Zeit mußten nicht nur alleNachweise und Genehmigungen
eingeholt werden, auch die Vorbereitungen ander Baustelle waren innerhalb
dieser Zeit abzuschließen. Im Sprengbereich in denunteren Geschossen
der Gebäude mußten nicht tragende und auch tragendeBauteile
soweit wie möglich vorher ausgebrochen werden. Auf der Rückseitedes
75 m Gebäudes mußte durch Sägeschnitte die aufgehende
Bewehrungdurchtrennt werden, um das Kippen zu ermöglichen. Im
Aufprallbereich beiderGebäude wurden mehrere Meter hohe Schuttpolster
aufgeschüttet, um den Aufprallzu dämpfen, Erschütterungen
zu reduzieren und im Erdreich verlaufendeVersorgungsleitungen zu schützen.
Das kleinere Gebäude hatte noch ungefähr10.000 m³ umbauten
Raum und etwa 10.000 t. Masse. Für die Sprengung warenetwa 30
kg Sprengstoff erforderlich, die mit 200 elektrischen Kurzzeitzündernzur
Detonation gebracht wurden. Das große Gebäude hatte 66
640 m³ umbautenRaum und etwa 25.000 t. Masse. Für die Sprengung
waren ungefähr 100 kgSprengstoff und ungefähr 600 elektrische
Zünder erforderlich. Die Etagen, in denendie Sprengladungen untergebracht
waren, wurden mit Sprengschutzmatten dichtabgehängt, um den Steinflug
zu reduzieren.Terrain abgesperrtAm Sonntagmorgen, 24. April l994,
wurde um etwa 9:30 Uhr der Bereich um diebeiden Gebäude in einem
Radius von etwa 150 m von der Polizei abgesperrt. NachSchätzung
der Polizei hatten sich zu diesem Zeitpunkt mehr als 3.500 Zuschauereingefunden.
Zunächst wurde das HVB - Gebäude gesprengt. Nach wenigen
Minuten,als sich der Staub weitgehend gelegt hatte, erfolgte die Sprengung
des
"Rekordgebäudes".Wie vorgesehen, neigte es sich zunächst
nur leicht zur Seite, sackte dann um einigeEtagen tiefer und kippte
dann auf das vorbereitete Fallbett. Die prognostizierten Erschütterungswerte
wurden eingehalten. Erschütterungsschäden kamen, wievorhergesagt,
nicht vor. Roller Sprengtechnik konnte damit erneut eineRekordsprengung
verbuchen. Nach der Sprengung des mit 180 m höchstenKühlturmes
der Welt, der 1991 gesprengt wurde, ist die Sprengung des 75 mhohen
Bürogebäudes in der Frankfurter Innenstadt nun zumindest
ein deutscher Rekord.
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