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Minenräumer:
Das "Arbeitstier" der Minenräumer ist
aktuell (und bleibt wohl auf absehbare Zeit) der Metalldetektor,
obwohl der Metallanteil in modernen Minen immer geringer wird
("Plastikminen"). "Plastikminen" im eigentlichen
Sinn von metallfreien Minen gibt es strenggenommen nicht. Zwar
gibt es Minen, die komplett aus Kunststoff bestehen (z.B Jugoslawische
PMA-2 und -3) oder nur einen minimalen Metallanteil haben (Zündmechanismus:
südafrikanische R2M2 oder US-amerikanische M14). Alle (humanitär
kritischen) Minen haben aber eines gemeinsam: sie müssen billig
sein. Von daher haben alle Minen eine Zündkapsel, die meist
aus Aluminium besteht und von modernen Minendetektoren (Metalldetektoren)
in einer Tiefe bis 15 cm detektiert werden.Eine bekannte Sonde
ist die Förstersonde.
Minenräumhunde:
In letzter Zeit werden zunehmend Minenräumhunde (speziell
trainierte Sprengstoffspürhunde) eingesetzt, die verlegte Minen
durch ihren empfindlichen Geruchssinn erschnüffeln. Ebenfalls
werden speziell auf den Geruch von Sprengstoff dressierte Ratten
zur Minensuche eingesetzt.
Antipersonenminen räumt man bei militärischen
Operationen (und in Einzelfällen auch bei humanitären, jedoch
steht der Keiler zum Beispiel in erster Linie dem Militär zu
Verfügung) mit Spezialfahrzeugen.
Flegel-System:
An einem drehbaren Zylinder sind Kettenstücke
befestigt. Der Zylinder dreht sich schnell, die Ketten peitschen
gegen den Boden und bringen die Minen gefahrlos zur Explosion
.
Keiler (Panzer):
Minenräumpanzer KeilerDer Keiler gilt als
das bisher modernste Minenräumgerät weltweit. Er wird in
den Panzerpionierkompanien eingesetzt.
Pflug-System:
Eine andere Methode ist es, Minenpflüge an der
Vorderseite herkömmlicher Panzer / anderer Fahrzeuge (z.B.
das auf dem US-amerikanischen M1 Abrams basierende Assault
Breacher Vehicle (ABV)) zu montieren. Diese Fahrzeuge arbeiten
aber nicht perfekt - einige Minen detonieren nicht und werden
in der Mechanik nicht oder nur leicht beschädigt - und so ist
eine manuelle Nachräumung vor der Freigabe eines Geländes weiterhin
nötig. Roller-System: Vor dem Fahrzeug werden Minenwalzen befestigt.
Schwere Metallwalzen die in der Fahrspur liegende Minen auslösen
sollen. Magnetsystem: Wird oft in Verbindung mit Minenwalzen
oder Minenpflügen eingesetzt. Durch einen Elektomagneten wird
ein Feld erzeugt dass Magnetzünder vorzeitig auslösen soll.
Panzerminen mit Druckzünder (Auslösedruck 150-300kg
je nach Typ) werden zwar durch das Gewicht eines Menschen normalerweise
nicht ausgelöst. Ihre Räumung ist trotzdem extrem gefährlich
(Sicherungsminen, Aufnahmesicherungen, Sprengfallen).
Minenräumpanzer :
Es ist daher üblich, beide Minenarten zu mischen,
damit Minenräumpanzer nicht bedenkenlos in ein Feld
von Anti-Personenminen geschickt werden können und im Gegenzug
menschliche Minenräumer nicht gefahrlos Panzerminen entschärfen
können.
Bei der menschlichen Minenräumung wird weiterhin
hauptsächlich der Metalldetektor samt "Suchnadel" (engl.
"Prodder"; nadelförmiges Gerät zum Ertasten des Verdachtsobjekts)
verwendet, gefolgt von dem Einsatz von Spürhunden (z.T. auch
nur zur "Verdachtsflächen-Reduzierung"; engl. "Area-Reduction").
Speziell zur Verdachtsflächen-Reduzierung werden auch mechanische
Räumgeräte, wie das schon erwähnte rotierende Schlägel-System
(engl. "Flail") oder rotierende aufeinanderpressende
Walzen eingesetzt. Diese mechanischen Systeme eignen sich aber
trotz großer Hoffnung nur bedingt zum humanitären Minenräumen,
da Minen im Räumprozess z.T. nicht komplett zerstört werden
und "nur beschädigt" in einem komplett unsicheren
Zustand hinterlassen werden.
Die Entschärfung von Minen erfolgt in der Regel
entweder per Hand, indem der Entschärfer den Zünder
unschädlich macht oder bei nicht handhabungssicheren Minen
oder Minen mit Aufhebeschutz durch Sprengung am Fundort mit
einer Schlagladung.
Minenfräse :
Die Minenfräse ist eine Alternative,
geeignetes Gelände vorausgesetzt.
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