Feuerwerkskörper, pyrotechnische
Brennmaterialien für Signal- oder Unterhaltungszwecke.
Die Methoden zur Erzeugung und Anwendung von Feuerwerks- körpern
ordnet man im weiter gefassten Sinn auch dem Begriff Pyrotechnik
zu. Hier geht es allgemein um die Herstellung sowie den Umgang von
Explosiv- stoffen, wobei auch die militärischen Anwendungen unter
diesen Begriff fallen. Feuerwerkskörper bezeichnet man daher auch
als pyrotech- nische Erzeugnisse. Die ent- entsprechenden Substanzen
bewirken nach der Zündung Rauch, Schall, farbiges Licht oder eine
Kombination dieser Effekte.
Die wesentlichen Komponenten der meisten Feuerwerkskörper sind
Substanzen wie z. B. Kaliumnitrat (siehe Salpeter), die Sauerstoff
liefern. Stoffe wie etwa Holzkohle (siehe Kohlenstoff) oder Schwefel
erzeugen bei der Reaktion mit dem Sauerstoff Wärme und Licht. Das
so genannte Schwarzpulver ist eine Mischung von Salpeter, Schwefel
und Holzkohle. Bevor es militärisch genutzt wurde, hat man dieses
Pulver zu friedlichen Zwecken verwendet. Vor allem im 17. und 18.
Jahrhundert wurden zahlreiche Festlichkeiten von raffinierten, großen
Feuerwerken begleitet. Bald nach 1800 wurde das Kaliumnitrat ganz
oder teilweise durch Kaliumchlorat ersetzt.
Inzwischen zählen Kaliumchlorat (siehe Kalium) oder Kaliumperchlorat
zu den meistverwendeten Grundkomponenten in Feuerwerkskörpern. Anstelle
von Schwefel und Holzkohle verwendet man heute auch zahlreiche andere
brennbare Substanzen. Dazu gehören beispielsweise Aluminium in Pulverform,
sowie Magnesium und Phosphor. Die jeweilige Farbe wird meistens
durch Beimischung verschiedener Metallverbindungen erzielt Feuerwerkskörper
bestehen meist aus der entsprechenden Substanzmischung und einer
Papphülse, die die zündfähige Mischung enthält. Nachfolgend werden
einige ausgewählte Typen kurz charakterisiert. Bei Knallsätzen sind
die Hülsen mit mehreren festen Papierlagen umwickelt. Größere Sätze
enthalten beispielsweise Kaliumperchlorat und Aluminiumpulver,
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während kleinere Sätze mit geringen
Mengen Schwarzpulver gefüllt sind. Unterschiedliche Ladungsmengen
enthalten z. B. "Chinaböller", "Knallfrösche" oder "Kanonenschläge".
Beim so genannten "Vesuv" handelt es sich um einen kegelförmigen
Feuerwerkskörper, den man auf die Erde stellt und aus dem nach der
Zündung Leuchtkörper abgeschossen werden. Bei den Feuerrädern sind
die einzelnen Feuerwerkskörper am Umfang eines Rades angebracht
und versetzen es durch den Rückstoß in Drehung. Bei den so genannten "Sonnen" werden
die Feuerwerkskörper radial nach außen getrieben und bewirken daher
keine Drehung. Feuerwerksraketen setzen sich aus Treibsätzen (überwiegend
Schwarzpulver) und Effektfüllungen zusammen. Letztere können Leucht-,
Knall- oder auch Pfeifsätze sein.
Info hier
Nachstehende Bilder geben einen kurzen Ueberblick über die im
Handel erhältlichen Feuerwerkskoerper und andere unter diesem fallende
Explosivteile wieder.Der Erwerb dieser Artikel unterliegt zumindestens
in Deutschland Einschraenkungen.Die Vergabe von Herstellungslizenzen
ist durch einschlaegige Verordnungen und Gesetzesvorgaben nur an
fachlich kompetente Firmen erlaubt.Denn man muß sich vor Augen fuehren:Pyrotechnische
Gemische sind durch ihre Instabilitaet bei unkontrolliertem Mischen
in ihrer Reaktion leicht und schnell selbstentzuendbar.Ein wenig
Luftfeuchtigkeit oder leichter Druck mit einem Gegenstand genuegen,um
ein Gemisch zur Entzuendung oder sogar zur Explosion zu bringen.Professionelle
Herstellung von pyrotechnischen Artikeln unter strengsten Sicherheitsbedingungen
und Vorsichtsmaßnahmen garantieren nur den unfallfreien Gebrauch
dieser Gegenstaende.Bitte auch nicht dem Glauben folgen,die Feuerwerker,die
selbst pyrotechnische Artikel anwenden (Sylvesterabend,Vorfuehrungen,
etc.),haetten diese selbst hergestellt.Weit gefehlt!!Auch sie haben
diese Produkte bei den einschlaegig lizensierten Firmen gekauft.
Die Bild- Informationen geben nur eine kleine Auswahl an solche
o.a.Artikel wieder.
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